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Stell dir vor, es ist DSDS…

11. Oktober 2009, 14:06 Uhr - von Lisa

… und keiner geht hin!

Anika und ich haben uns heute auf die Suche nach dem DSDS-Casting begeben. Von 10.00 bis 16.00 Uhr hatten alle interessierten Mädchen und Jungen ab 16 Jahren die Gelegenheit, auf der YOU in einem letzten Zusatz-Casting, ihr gesangliches Können unter Beweis zu stellen.

Eine einmalige Chance, ein Wahnsinns-Angebot, ein absolutes MUSS!

Daher waren wir auch fest davon überzeugt, gar nicht genau wissen zu müssen, wo das Casting eigentlich stattfindet: einfach loslaufen, dem Lärm der schreienden Massen folgen, sich von den Menschenströmen mitreißen lassen.

Aber da war kein Lärm (abgesehen vom normalen YOU-Lärmpegel), keine Menschenströme, kein Casting-Bereich. Ratlos wanderten wir durch die Hallen, fragten diverse Sicherheitskräfte, liefen schließlich sogar durch ekligen Nieselregen um die Hallen herum auf der Suche nach dem Wahnsinns-Ansturm.

Wir sind sogar mit dem Fahrstuhl ins Untergeschoss gefahren um an einer ausgestorbenen Garderobe eine ebenso ratlose Messemitarbeiterin zu befragen, die uns wieder nach oben schickte. Es war weit und breit nichts zu sehen.

Schließlich fanden wir einen Mann, der uns Auskunft geben konnte. Er zeigte auf zwei Tische und vier unbesetzte Stühle, die einsam und allein auf weiter Flur hinter der Absperrung standen. “Ja, da war die Registrierung, aber die sind schon wieder weg.” – “Was? Aber das Casting geht doch bis 16.00 Uhr, wo sind die denn alle hin.” – “Wie, alle? Da war doch nur einer!” – “WAS? Aber wir dachten, hier wäre riesiger Ansturm..” – “Ja, hier ist ja auch Ansturm – aber nicht fürs Casting.”

Aha. Tja. Hm. Und nun? So war das nicht geplant.

Aber auf die Ernüchterung folgt gleich die schmerzliche Erkenntnis: Nur einer? Dann hätten wir ja auch mitmachen können! Da hätten wir ja ECHTE CHANCEN gehabt!

Aber es ist wie immer: Wir sind zu spät.

Das ist die YOU – wir sind eben nicht nur zu alt, sondern auch noch zu langsam.


Hilfe – ich bin ein Makeover-Unfall!

11. Oktober 2009, 11:54 Uhr - von Lisa

Liebes Dr. Sommer-Team,

ich arbeite gerade auf der YOU und habe mich von meinen Teamkollegen überreden lassen, mir an einem Styling-Stand eine neue Frisur verpassen zu lassen.

Leider lief das überhaupt nicht so, wie ich mir das gedacht hatte. Die Frieseurinnen sahen alle schon so aus, als ob sie nicht besonders viel Geschmack in puncto Haarstyling hätten. Und auch die Mädchen, die mit glitzernden, haarspray-betonierten Turmfrisuren von den Stühlen aufstanden, hätten mir eine Warnung sein müssen. Aber ich hatte ja gesagt, dass ich es mache – deshalb habe ich mich auch nicht getraut, einen Rückzieher zu machen.

Und dann fing sie an, mir einen kleinen Zopf zu flechten und den Rest der Haare zu kleinen “Goldlöckchen” einzudrehen und ich sehe aus, wie ein wildgewordener Pudel. (Ich glaube, eine ähnliche Frisur hat mir in der 8. Klasse mal den Spitznamen “Lisa-Löwe” eingebracht..)

Und jetzt ist es erst 11.51 Uhr und ich muss noch den Rest des Tages zwischen all den Menschen so rumlaufen und das ist mir so peinlich.

Was soll ich nur tun?

(Lisa, 23)

Auf zum overmaken!

11. Oktober 2009, 09:54 Uhr - von Lisa

Anika und ich werden jetzt ein großes Opfer für euch bringen. Im Bestreben euch einen möglichst umfangreichen Über- und tiefen Einblick in die Hallenangebote zu geben, werden wir uns umgestalten lassen. Wir geben also unser bemüht unbemühtes Aussehen auf um uns “stylen” zu lassen. Anika die Haare, ich das Gesicht – das Ganze am “Mädchen”-Stand in Halle 1.2… das wird großartig!!

Wir standen ja 09.40 Uhr schon mal am Stand, waren allerdings ein bisschen früh dran und kehrten noch mal zur eigenen Gruppe zurück. Auf die Frage, warum wir wieder hier sind, antwortete ich: “Die haben gesagt, sie können nichts für uns tun. Sie seinen schließlich Stylisten und keine Zauberer!” Was schallendes Gelächter hätte hervorrufen sollen (müssen), sorgte eher für Verwirrung. Dass unser liebes Team sich tatsächlich kurz überlegt hat, ob das ernsthaft die Auskunft der Profis hätte sein können, finde ich wirklich beleidigend.

Also machen wir uns jetzt wieder auf – die werden sich noch wundern!! (Und im schlimmsten oder besten Fall – je nachdem – nicht wieder erkennen..)

Wowi meets Jugendnetz – aber richtig!

9. Oktober 2009, 16:07 Uhr - von Lisa

Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) gab sich heute die Ehre und besuchte unter all den vielen Messeständen auch den Bereich von jugendnetz-berlin.de in der Education-Halle!

Von einem Pulk aus wichtigen Menschen wurde er zum jugendnetz-berlin.de-Stand geleitet, wo ich ihm einen unserer Hallenpässe übergeben und erläutern durfte. Dann versuchte ich ihn zu einem kleinen Blog-Eintrag zu überreden, den sein Zeitbudget aber leider nicht zuließ, weil er einen Interview-Termin mit dem Team von ALEX hatte, die ihn auf ihre Talk-Couch einluden und zu seinen persönlichen Erlebnissen im Zusammenhang mit der Berliner Geschichte und dem Mauerfall befragten.

Dadurch hatte ich allerdings leider keine Gelegenheit mich mit ihm zu unterhalten und war mit diesem Ergebnis irgendwie recht unzufrieden. Hatte ich mich doch den ganzen Tag über unsere Hallennachbarn geärgert und eigentlich große Lust, mich beim “Chef” persönlich zu beschweren. Außerdem müsste man in ihm für diese Sache ja durchaus einen Verbündeten finden.

Also bin ich kurzentschlossen hinterher und habe ihn noch mal abgepasst um ihm zu sagen, dass es in der Education-Halle zwei Anti-Abtreibungsstände gibt, die sehr interessante Standpunkte vertreten. Das Team von Kaleb, uns direkt gegenüber, verbreitet unter den jugendlichen Gästen in seinem Heft so beispielsweise die Meinung, dass Frauen, die ihre Kinder unehelich gebären, diese offensichtlich nicht lieben können – sonst würde man Kindern so etwas ja nicht antun (”Wird ein Kind außerhalb einer Ehe gezeugt, (…) hat es meist keine guten Zukunftsperspektiven”).

Jungen Mädchen, die den Stand passieren, werden kleine Plastikföten in die Hand gedrückt mit der Bemerkung, dass ihre Kinder bei einer Abtreibung “schon sooo groß sind”. Und nebenbei wird uns noch beigebracht, dass man zwar nichts gegen Schwule und Lesben habe, aber Homosexualität doch schließlich therapierbar und ganz bestimmt nicht ganz “normal” sei!

All dies habe ich Wowi erzählt und gesagt, dass ich das auf einer Jugendmesse für absolut unangemessen halte und mich damit unwohl fühle. Er schien auch ziemlich interessiert, winkte den Messeleiter zu uns, ließ mich das alles noch mal wiederholen und versprach dann sich “darum (zu) kümmern”. Ich habe den beiden dann auch noch ein Heft und ein kleines Plastikbaby aus der Haribo-Kiste des Standes gebracht.

Jetzt darf man gespannt sein, ob was passiert. Ich hab es jedenfalls versucht und bin froh, dass ich noch mal hinterher bin!


Die DKMS wirbt Lebensretter

9. Oktober 2009, 15:51 Uhr - von Lisa

In der Schülerlounge der Education-Halle veranstaltete die DKMS heute um 13.00 Uhr eine Podiumsdiskussion, um über die Organsiation zu informieren und neue potenzielle Spender zu akquirieren.

Die Deutsche Knochenmarkspenderdatei gGmbH (DKMS) verfolgt das Ziel, möglichst vielen Leukämiekranken durch eine Stammzellentransplantation zu helfen. 1991 gegründet, ist sie inzwischen mit über 2 Millionen registrierten Spendern die größte Kartei.

Stammzellentransplantationen werden notwendig, wenn ein an Leukämie erkrankter Patient auf die Chemotherapie nicht anschlägt. Allerdings ist es sehr schwierig einen geeigneten Spender zu finden, da hier noch deutlich mehr passen muss, als nur die Blutgruppe. Die Gewebemerkmale von Spender und Patient müssen nahezu völlig übereinstimmen. Ein Patient mit häufiger Kombination, findet vielleicht einen Spender unter 20.000 – bei sehr seltenen Kombinationen findet sich unter Umständen auch unter mehreren Millionenen niemand.

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Bleib ich halt hier

9. Oktober 2009, 11:59 Uhr - von Lisa

Hochmotiviert, gespannt und interessiert habe ich mich gerade in den Teil der Education-Halle begeben, der mit Ständen verschiedener Organisationen gespickt ist, die versprechen Auslandsaufenthalte, Sprachreisen, Schüleraustausche, AuPair- und  Work&Travel-Jahre und Studienaufenthalte zu vermitteln.

Das gab es auch alles: Auslandsaufenthalte, Sprachreisen, Schüleraustausche, AuPair- und Work&Travel-Jahre,… da fehlt nur noch eins! Die Studienaufenthalte.

Die für mich ernüchternde Erkenntnis: Ich bin zu alt. Jedesmal, wenn ich einen der netten Mitarbeiter fragte, wie es denn mit der Vermittlung oder Unterstützung von Master-Studien im Ausland aussieht, wurde ich nur verständnislos angesehen. Beim Verweis auf ihr großes Schild “Stipendien”, war die Antwort, dass sich das bloß auf Schüleraustausche bezieht. Wenn ich sie auf das “Study” in ihrem Angebot ansprach, war damit meist nur das Angebot von überteuerten Sprachreisen gemeint. Offensichtlich bin ich beim YOU-Angebot einfach nicht mehr vorgesehen.

Aber für alle, die noch in der Schule sind, diese gerade beenden und ein bisschen rauskommen wollen, oder eine Möglicheit suchen, den nächsten Ausbildungsschritt im Ausland zu tun, für die gibt es hier jede Menge Informationen von verschiedenen Organisationen!

Der Hallenpass

9. Oktober 2009, 10:31 Uhr - von Lisa

Bei uns gibt es dieses Jahr was Neues!
An unserem Stand geben wir Hallenpässe aus. Dort sind alle Aktionen, die zum Stand von jugendnetz-berlin.de gehören aufgelistet. Darunter Dinge wie das Quiz von klicksafe.de und die Foto-Blue-Box der medienetage. Wenn ihr euch die Teilnahme bzw. den Besuch all dieser Stationen auf unserem Pass habt vermerken lassen, könnt ihr euch bei uns eine kleine Überraschung abholen!

Viel Spaß beim Sammeln!

you_stempelkarte_vorne you_stempelkarte_hinten