EFORS ist keine NATO-Mission

Beim Über-die-Messe-Stromern ist mir noch ein interessanter Stand aufgefallen. Allerdings fällt die Annäherung ob diverserser Werbebanner nicht ganz leicht und herauszufinden, worum es geht, ist auch nicht ganz einfach bei EFORS. Was klingt wie ein Militäreinsatz (remember KFOR?) ist eigentlich ein Internet-Portal, welches vor einem Jahr an den Start gegangen ist und mir auf den ersten Blick gefallen hat.

Der etwas sperrige Name leitet sich von efors = erforschen, finden ab. Auf www.efors.eu möchten die Aktiven bei EFORS Themen, die junge Menschen interessieren, aus vielen verschiedenen Perspektiven betrachten. Neben Artikeln, die von einzelnen Schreiberinnen und Schreibern verfasst und online gestellt werden, geht es v.a. darum, Presse-Stimmen zusammenzustellen und auf unabhängige Medien und Positionen aufmerksam zu machen, welche sowohl Themen abseits des Mainstreams als auch Mainstream-Themen aus völlig anderen Blickwinkeln besprechen.

Auf diese Weise sollen Probleme nicht einseitig dargestellt, sondern möglichst alle Facetten einer Debatte erfasst werden. Die Kooperationspartner, deren Quellen benutzt werden, reichen von so renommierten Redaktionen wie der der Deutschen Welle bis hin zu nicht weniger hochwertig arbeitenden Zeitungen von Studierenden. Die verwendeten Quellen sind nicht nur Texte, sondern auch Videos. Darüber hinaus erscheint das Portal in 5 Sprachen (!!!), darunter natürlich Deutsch und Englisch.

In diesem Jahr ist ein regionaler Ableger für Berlin gestartet. Auf berlin.efors.eu sind Nachrichten aus und über Berlin genauso vorhanden wie ein City Guide, der sich von den bekannteren Konkurrenten zitty oder tip insofern abhebt, dass er auch Läden “des täglichen Bedarfs” abdecken soll, wie Copy Shops oder Sprachschulen. Ihr merkt, ein Schwerpunkt liegt auf Infos für die Hauptzielgruppe des Portals: Studierende in Berlin.

Finanziert wird das Portal durch Werbung, da es keinen Verlag oder ähnliches im Rücken gibt. Dennoch nehmen die Macherinnen und Macher für sich in Anspruch, völlig unabhängig zu sein und das Bestreben danach nimmt man sowohl den Leuten als auch dem Portal ab.

Auch bei EFORS sind alle Interessierten eingeladen, sich einzubringen und das Team zu bereichern. Wenn ihr also Lust darauf habt, dann meldet euch einfach z.B. bei Thomas, der mir das Prinzip EFORS erklärt hat.

Einizger Wermutstropfen: Es ist natürlich schade, dass sich solch ein Projekt hinter plakativer Werbung wie “Bei uns bekommt ihr 5€-Handyguthaben geschenkt” verstecken muss, um seinen Stand bezahlt zu bekommen. Denn eigentlich ist Werbung das letzte, womit Journalisten Geld eintreiben müssen sollten.

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